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„Fairytale Dreams“

Ausstellung 13. November 2021 bis 31.12.2021 Louis@Nicéphore Fotopioniere Karl-Marx-Allee 87, 10243 Berlin Montag bis Samstag: 11:00 bis 18:00 Uhr (Sonntag Ruhetag) (Alle Texte und Bilder unterliegen dem Urheberrecht. Jede unerlaubte Verwendung und Vervielfältigung ist verboten. English below.) Die Upcycling Fashion Fotografie ist meine Traumfabrik. In dieser Traumfabrik erschaffe ich auf der Grundlage meiner Ideen „KÜNSTLERISCHE TRAUMWELTEN“ mit Einflüssen aus dem Surrealismus, Fashion und vielen anderen Quellen. Am Anfang steht das Kleid. Bei den Kleidungsstücken handelt es sich um gebrauchte Kleider oder Geschäftsauflösungen. Aus ihm erwächst eine emotionale Geschichte. Ich überarbeite die Kleider, färbe sie, füge etwas hinzu oder zerreiße sie. Im Anschluss entstehen das Set und die Ingredienzien kommen hinzu. Ich stelle dem Model die Geschichte vor. Zuweilen interpretieren verschiedene Modelle dasselbe Kleid. So entstehen unterschiedliche Ausdrucksformen, was ich immer wieder inspirierend finde. Wir vermischen unsere Geschichten, Emotionen und Ideen. Wir stellen eine Verschmelzung des Kleides mit der Persönlichkeit her und erschaffen die Partitur für das künstlerische Werk (*1). Während des Fotografierens folgen wir unserer gemeinsamen Partitur. Es ist eine Art emotionaler Tanz. Wir fordern …

„Collaborations“ als Werkzeug

(Alle Texte und Bilder unterliegen dem Urheberrecht. Jede unerlaubte Verwendung und Vervielfältigung ist verboten. In der Projektbeschreibung zeige ich Arbeiten aus meiner „Collaboration“ mit vonUwe.) English Version: https://zeitloserblick.de/collaborations_english/ Credits / Contributors: Fotograf: Alexander Platz Designer / Stylist: vonUwe Make Up / Haar Artistin: Isabel Fink Modelle – IG in alphabetischer Reihenfolge: @anna_grabowska6 @lisa.sophie.baermann @supersonka.forever @youssradodi „Collaborations“ als Instrument Anders als das negativ belegte deutsche Wort „Kollaboration“ (Zusammenarbeit mit dem Feind) meint das englische „Collaboration“ die „Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten“. Personen oder Gruppen bündeln ihre Fähigkeiten, um ein Ziel zu erreichen. Aus diesem Grund hat sich in der internationalen Kunst und Mode die Verwendung des englischen „Collaboration“ in der jeweiligen Sprache etabliert. Im Kontext meiner „Art Fashion Projekte“ arbeite ich gern mit „Fashion DesignerInnen“, Modellen, Make Up, Haar und Fashion Stylisten zusammen. Diese Free Collaborations „FC“ geben mir die Möglichkeit, meine Grundidee, durch deren Fähigkeiten, Erfahrungen, Emotions-, Gedankenwelten, visuellen Träume zu erweitern und zu vervollkommnen. „Collaborations“ unterteile ich für mich in die gleichwertigen Abschnitte „Modeschöpfung“ und „Künstlerische Traumwelten“. Diese Gliederung ermöglicht es, alle Bestandteile des Foto „Sittings“ effizient …

„Collaborations“ english Version

(All texts and images are subject to copyright. Any unauthorised use and reproduction is prohibited. In the project description I show works from my „Collaboration“ with vonUwe). Credits / Contributors: Fotograf: Alexander Platz Designer / Stylist: vonUwe Make Up / Haar Artistin: Isabel Fink Models – IG in alphabetical order: @anna_grabowska6 @lisa.sophie.baermann @supersonka.forever @youssradodi Unlike the German word „Kollaboration“ (collaboration with the enemy), which has a negative connotation, the English word „Collaboration“ means „working together with like-minded people“. Individuals or groups pool their skills to achieve a goal. For this reason, the use of the English „collaboration“ in the respective language has become established in international art and fashion. In the context of my „art fashion projects“ I like to work with „fashion designers“, models, make-up, hair and fashion stylists. These Free Collaborations „FC“ give me the opportunity to expand and perfect my basic idea through their skills, experiences, worlds of emotions, thoughts, visual dreams. For me, I divide „Collaborations“ into the equally important sections „Fashion Creation“ and „Artistic Dream Worlds“. This division makes it …

Von Antifashion über Second Hand zur Upcycling Fashion Fotografie

Projektbeschreibung Inspirierende Themen Subkulturen und ihre Bedeutung für mich (Alle Bilder und Texte unterliegen dem Copyright. Eine unerlaubte Vervielfältigung oder Nutzung ist verboten)                          Modelle: IG @tsomy_fitlife  @valeviit @lenawitha5941 @ohhhkerry „Projektbeschreibung“ Die künstlerische Beschäftigung mit unterschiedlichen Arten von Fashion ist eines meiner Langzeitprojekte. Mode beziehungsweise ihr Nichtvorhandensein steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der menschlichen Entwicklung, Wirtschaft, Geschichte, Kultur, Religion, Politik, Armut, Reichtum, Beschränkung, Verschwendungssucht, Erotik, Umwelt und vielen anderen Aspekten. Sie kann die Zugehörigkeit zu einer gesellschaftlich – politischen – religiösen Schicht oder Gruppe signalisieren und für Wohlstand, Reichtum, Armut stehen. Der / Die einzelne positioniert sich durch die Auswahl seiner Kleidung. Mode / Kleidung kann Bewunderung, Neid, Konflikte hervorrufen oder stigmatisierend wirken. Bei Alltags-, Arbeits- oder Hobbykleidung steht die Zweckmäßigkeit im Vordergrund. „Fashion“ hingegen, liegt eine Idee, Emotionen, Themen wie Leben, Tod und Liebe zugrunde. Seit den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts gibt es eine spannende Entwicklung. Arbeits- und Militärkleidung werden zu modischen Objekten. Ein Beispiel sind „Doc Martens“. Die einstigen Arbeitsschutzstiefel wurden zu ein …

Monografie Magdalena Aktportraits

Hardcover 20,5 cm x 20,5 cm 36 Seiten daovon 28 Farbseiten ISBN: 9783754104354 Preis: 24,95 Euro Bestellbar unter: https://www.epubli.de/shop/buch/Magdalena-Alexander-Platz-9783754104354/112144 Datenschutzhinweis: Die Bestellung des Buches ist ausschließlich über diesen Link zu epubli möglich. Bei epubli handelt es sich um eine Self-Publishing Plattform bei der Sie mein Buch bestellen können. Auf die erforderlichen Daten zur Kaufabwicklung dort habe ich keinen Einfluss und keinen Zugriff. Alle Informationen dazu, entnehmen Sie bitte der Website bei epubli. Inhalt: Die Fotografien in diesem Buch sind das Ergebnis einer Winternacht. Meine Kooperationspartnerin und Model ist MAGDALENA SZCZEPAŃSKA Lebt und arbeitet in Krakau International buchbar IG: megamagmodel/ Begleiten Sie Magdalena und mich bei unseren Aktportraits voller Bewegungen und unerwarteter Momente. Neben der Schönheit werden Sie Intimität finden. Wobei „pure Nacktheit“ für uns keine Intimität darstellt. Für uns bedeutet Intimität: Blicke; Bewegungen, Gedanken und Gespräche. Rezension Jens Pepper, einer der Redakteure des Berliner Fotomagazins „brennpunkt“ hat das Buch in der Ausgabe 3/21 rezensiert und besprochen.      

Portfolio „My Japanese Faction

In der Ausgabe 2/2020 des „brennpunkt“ veröffentlichte ich einen Portfolioausschnitt meines Projektes „My Japanese Faction“. Viele der Arbeiten sind im Original in Farbe und wurden in S/W für den Druck umgewandelt.   Model: IG: @mariakn__ Model: IG: @prisnmrk IG:  @sana_sakura_zen

Fotografie und Kunst in Berlin- im Gespräch mit Nadine Dinter

„Fotografie und Kunst in Berlin – Umgang mit dem Mangel“ Teil Zwei von Alexander Platz Im ersten Teil meiner Reportage über den Mangel an bezahlbaren Flächen für FotografInnen und KünstlerInnen in Berlin sprach ich mit KünstlerInnen. Mich interessieren aber immer verschiedene Perspektiven. So verabredete ich mich mit Nadine Dinter von Nadine Dinter PR. Wer ist Nadine Dinter?  Ihr Lebenslauf weist eine Vielzahl erfolgreicher und spannender Stationen auf. Ich zeige hier nur einen kurzen Abriss. Nach ihrem Abschluss als PR-Beraterin ging sie 2001 für zwei Jahre in die USA. An der New York University studierte sie „Art Administration“. Parallel machte sie ein Praktikum  in der bekannten New Yorker Galerie White Columns und war verantwortlich für den PR-Bereich und das Procurement des Fotografieclubs PPA – Pictorial Photographers of America. Dies war der Ausgangspunkt ihres deutsch-amerikanischen Netzwerks für Kunst und Kultur. Zurück in Berlin folgte 2003 sogleich ein – im Auftrag von C/O Berlin initiiertes – PR-Projekt für die Firma Canon. Es folgten die Tätigkeiten als Leiterin der Galerie Asperger und anschließend als Kunstmanagerin bei den Alexander Ochs …

Fotografie und Kunst in Berlin – Umgang mit dem Mangel

In der aktuellen Ausgabe des „brennpunkt“ beginnt meine dreiteilige Recherche und Interview Reihe über den Umgang mit dem Raummangel in der Fotografie und Kunst in Berlin. Im ersten Teil lege ich mit meinen Interviewpartnern ein großes Augenmerk auf die Unterstützung durch den Berliner Senat. Gibt es überhaupt eine und wenn ja; in welcher Form gibt es sie. Meine GesprächspartnerInnen vermittelte mir der berufsverbandes bildender künstler*innen berlin Ich sprach mit Kirsten Wechslberger, Boris Jöns und Alexander Callsen von der Aktionsgruppe Bildender KünstlerInnen. Mit den besten Grüßen Alexander Platz  

Knochen auf Knochen

heißt es, wenn die Fingerknöchel durch den Handschuh auf das Kinn treffen und der Gegner zu Boden geht. Boxen ist ein harter Sport voller Konzentration, Disziplin, Kraft und Ausdauer.   Ich habe das Glück Ferdinand Pilz auf dem Weg zu seinem neusten Kampf fotografisch begleiten zu können. Aber es geht uns nicht nur um den aktuellen Kampf. Vielmehr werden wir im September ein Buch vorstellen, dass Ferdis Entwicklung über fünf Jahre zeigen wird. Ferdinand Pilz ist nicht nur Kämpfer und Trainer; er ist Gründer und Eigentümer des Athletic Nation Gym in Berlin Schöneweide. In seinem Gym trainieren Frauen und Männer aus aller Welt. Ihr dürft gespannt sein. Viele Grüße Alexander Platz

„Treiben lassen“

Ich liebe diese fotografische Zeit. Es war noch nie so einfach, sich losgelöst von technischen Voraussetzungen in dieser Tiefe mit seinen Fotos zu beschäftigen. Die digitale Welt erlaubt es uns, auszuprobieren, ohne schwerwiegende Fehler zu machen und die Bilder zu zerstören. Ich glaube auch, dass die „Goldenen Zeiten“, in denen Fotografen Geld mit dem Verkauf ihrer „Workflows“ verdienen ihrem Ende entgegen gehen. Dies ist zuletzt auch den immer besser werdenden Mobiltelefonen und Tablets geschuldet. Die Teilnehmer meiner Kurse fragen mich häufig nach meinen Arbeitsabläufen oder Rezepten. Meine Antwort enttäuscht viele, denn sie sind weitestgehend einfach. Gerade in meinen freien Projekten lasse ich mich treiben und habe keinen festen Plan. Ich höre Musik und folge meinen Emotionen. Lasse einfach laufen. Ich mag Mysterien; vielleicht höre ich deshalb oft Deephouse während ich retuschiere und das beeinflusst meine Arbeiten. Was ich den Teilnehmern meiner Kurse ans Herz lege? Die Details intensiver wahrnehmen. Mehr Emotionalität in unsere Arbeiten geben. Nicht immer müssen nackte Brüste oder erigierte Brustwarzen auf Bildern von Frauen zu sehen sein. Als Fotograf und Künstler mag ich …

„My Japanese Paper – eine Kurzgeschichte über die Dynamik einer Ausstellungsvorbereitung“

(unbezahlte Werbung wegen Firmen- und Produktnennung) Vor einer Woche war ich bei den Fotopionieren in der Karl-Marx-Allee zu Besuch, um einen Druck für „Becoming“ abzuholen. Da der Geschäftsführer Andreas noch telefonierte, schaute ich mich wie immer neugierig im Laden um und stieß auf einen Musterkatalog des japanischen Papierherstellers Awagami Factory! Beeindruckendes Fine Art Papier. Und während ich den Katalog durchblätterte, stieß ich auf Papiersorten, die mich begeisterten. Nahezu transparent, und in einer wunderschönen Pergamentanmutung. Vor meinen Augen tauchten Bilder von Katsushika Hokusai auf und ich erinnerte mich an die Wimpel, an den Speeren japanischer Krieger aus Akira Kurosawa Filmen. Ich dachte an meine „Japanese Faction“ Bilder und sah einige von ihnen großformatig ausgedruckt auf diesem Papier von der Decke des Fabriktheaters hängen. Und da war sie wieder, diese Begeisterung und der Enthusiasmus, der mich immer packt, wenn ich eine solche Idee habe. So überlegten Andreas und ich gemeinsam wie wir es schaffen können, trotz der bereits fertigen Bilder und den damit verbundenen Kosten, Drucke auf diesem edlen Papier nachzuschieben. Denn eines war klar. Dieses Papier …

Tagebucheintrag zu meiner Ausstellung „Becoming“

  „NOCH FÜNF WOCHEN – EINE ZWISCHENBETRACHTUNG ZU MEINER AUSSTELLUNG BECOMING“ (Dieser Beitrag zählt als Werbung durch die unbezahlte Nennung von Firmen und Marken) 18. April 2019, Gründonnerstag, gegen 08:00 Uhr Alle in meinem Umfeld bereiten ihre Reisen zu Ostern oder ihre Ausflüge vor. Das wird bei mir ausfallen, zu tief stecke ich in den Vorbereitungen für die Ausstellung. Mittendrin im künstlerischen Prozess. Die drei Themenbereiche der Ausstellung stehen ja fest, aber ich bin immer noch dabei die Inhalte zu entwickeln und / oder zu ändern. „RIPPINGS“ Heute Nacht habe ich zwei weitere Platten fertiggestellt. Das Thema der „Rippings“ ist die narzisstische und traumatische Suche nach Schönheit, der Versuch wirkliche Emotionen und Leidenschaft zu spüren. Und doch gleichzeitig der Erkenntnis, dies nie für immer zu besitzen. Denn das ist unmöglich für einen Narziss, da er aus seiner inneren Dunkelheit heraus, alles „ZU SEHR“ zu „MANISCH“ will. Die Kunst ist voll von solchen Geschichten, die einerseits Klischee, aber andererseits auch Realität sind und sich oft zwischen Künstlern und ihren Musen abgespielt haben. Bei diesem Thema gefällt …

„My Japanese Faction“

„My Japanese Faction“ Fragestellung: Wie verändert sich die Geschichte, die Emotionen, die Ästhetik und das Denken wenn Menschen unterschiedlicher Kulturen ihr Gedanken vermischen? In vielen Zukunftsversionen und SiFi Filmen dominieren die asiatischen Einflüsse die dargestellte Gesellschaft. Mich interessieren hier die emotionalen Zwischentöne und ich versuche sie im Miteinander und der Gegenüberstellung gegenüberzustellen. Ich vermische hier asiatische, japanische und europäische Einflüsse. Meine Projketpartnerinnen sind Japanerinnen, Chinesinnen oder Europäerinnen, die einen Bezug zu Japan haben. (100 x 60 cm auf Dibond Platte in der Ausstellung „Becoming“) Model: IG  @sana_sakura_zen   Meine Begeisterung für japanische Bilder und Kultur begann schon in den siebziger Jahren. Immer wenn „Die Sieben Samurai“ oder andere Filme von Akira Kurosawa im Fernsehen liefen, saß ich wie gebannt davor. (Aus meinem Projekt; nicht Teil der Ausstellung) Mitte der Achtziger kam dann „Shogun“ mit Richard Chamberlain in das Fernsehen und begeisterte mich endgültig, obwohl diese Serie aus heutiger Sicht sehr amerikanisch / europäisch stereotyp ist. Ich las „Musashi“ und „Taiko“ von Yoshikawa Eiji, „Das Buch der fünf Ringe“ und das „Hagakure“ Betrachtete die Gemälde von …

„Künstliche Intelligenz 2019 – Fotograf überflüssig?“ Essay im brennpunkt

Künstliche Intelligenz ist ein Thema, das in alle Lebensbereiche eindringt. So auch in die Fotografie. Dietmar Bührer, der Herausgeber des Berliner Galeriemagazins „brennpunkt“ gab mir die Gelegenheit, ein Essay darüber zu schreiben. http://www.edition-dibue.de/content/ Im Nachgang zu den Scans finden Sie einen Kommentar einer Berliner Fotografin dazu. Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers. Kommentar der Berliner Fotografin Diana Woito (alle erforderlichen Datenschutzerlaubnisse erteilt.) „So, ich habe mir jetzt den Artikel noch einmal durchgelesen und mich damit etwas intensiver befasst. Allein schon die Überschrift ist ziemlich provokant, aber genau das ist der Punkt, da macht der Artikel neugierig. Schon der Satz, dass du dieses Handy gekauft hast weil es eine leistungsstarke Kamera mit dabei hat, hat mich doch schon sehr verwundert und eine leicht aggressive Haltung ist in mir hochgestiegen. Und zwar aus dem Grund, weil ich mich ganz ehrlich frage wie kann ein Fotograf, der noch aus der analogen Zeit kommt, der in meinen Augen die Fotografie sehr gut beherrscht, sich mit einer Handykamera befassen und somit in meinen Augen das eigene Todesurteil quasi unterschreiben. Aber …

„Becoming“ Ausstellung / Exibition

 „Becoming“ Ausstellung 26. Mai 2019 12:00 bis 20:00 Uhr Fabriktheater Moabit Lehrter Straße 35 10557 Berlin „Wir sind uns nah, auch in der Distanz…… Nach intensivem Austausch bleibt uns das Gefühl bei einem Blick in unsere Augen“ Mit diesem Zitat von mir, begann Anke Barnard 2010 ihre Semesterarbeit über meine Arbeiten. Heute, knapp zehn Jahre später, lese ich sie erneut. Ankes Arbeit dient mir als Leitfaden für die Erarbeitung meiner Ausstellung. Vielem würde ich heute noch zustimmen, aber einiges hat sich im Laufe der Jahre verändert. In den letzten Monaten habe ich einige Ausstellungskonzepte für Mai erarbeitet und wieder verworfen, da ich sie nicht erfüllend fand. Aber im Februar fand ich in meinen Unterlagen die Semesterarbeit und war elektrisiert. Sie erinnerte mich an die verschiedenen Phasen der vergangenen Jahre und so holte ich meine Bilder aus der Ausstellung  „Verdrehte Realität“ von 2009 aus dem Archiv. Es sind abstrakte raue Bilder, die sich mit Begierden auseinandersetzen.  Diese Rauheit wird noch durch die Größe von 110 cm x 85 cm verstärkt. Sie steht im krassen Gegensatz zu …

„Was braucht man für eine gute Fashion Editorial Strecke?“

„Was braucht man für eine gute Fashion Editorial Strecke?“ oder „Tage am Meer“ April 2017 Christina und ich erreichen mit einem Auto voller Outfits Scharbeutz an der Ostsee. Wir steigen aus, räumen alles in unsere Ferienwohnung und gehen mit den ersten Looks an den Strand. Warum sind wir dorthin gefahren? Ich war dabei, mich in die Modefotografie einzuarbeiten. Eine der Hauptfragen ist, was ein gutes Fashion Foto ausmacht. Es ist nicht nur die Kleidung, das Outfit oder die nachträgliche Retusche am Computer. Ein gutes Modefoto hat ein spannendes Outfit, Attitüde, Ausdruck, grafisches Design durch Linien und erzählt eine Geschichte. Aber auch das Model spielt eine große Rolle. Grundsätzlich je größer, desto besser, lange Beine und Arme in einem ausgewogenen proportionalen Verhältnis. Aber warum? Dadurch entstehen eben auch die Linien im Bild, die man braucht, um neben dem Ausdruck ein spannendes grafisches Design zu erschaffen. Nebenbei bemerkt: „Das ist das sogenannte Posen, durch Bewegung Möglichkeiten für Linien zu erschaffen, um die Kleidung zu präsentieren oder eben eine Geschichte zu erzählen.“ Grundsätze haben aber auch Ausnahmen. Es gibt …

Zerstörte Träume-Das Hochzeitskleid

„Zerstörte Träume“ Das Hochzeitskleid… ist eines der Kleidungsstücke, das vermutlich mit den meisten emotionalen Erwartungen und Idealvorstellungen verbunden ist. „Der Traum, der Prinzessin für einen Tag!“ Ich kann mit diesem Thema wenig anfangen. Für mich ist es viel spannender, dieses Klischee zu brechen und mit solchen Kleidern eher etwas in Richtung „Dark Fashion“ zu machen. Das Hochzeitskleid aus seinem eigentlichen Kontext reißen. Die Idee dazu kam mir vor Jahren in einem Second-Hand Shop am Mehringdamm in Berlin. In einer Ecke  – völlig verstaubt  – auf einer fünfzig Jahre alten Schaufensterpuppe fand ich das erste Kleid für meinen Studio Fundus. Das ehemals achthundert Euro teure Kleid erstand ich für dreißig Euro und fotografierte damit einige Strecken. Danach ließ ich das Thema wieder einige Jahre liegen, bis ich in meinem jetzigen Lieblings Shop auf das aktuelle Kleid stieß. Schnell war es gekauft, im Studio in die Waschmaschine gesteckt und zwei neue Ideen geboren. Eine davon konnte ich jetzt mit einer guten Freundin aus der Ukraine umsetzen. Ich mag diese Kombi zwischen dem Kleid, dem Leder und dem …

„Die Geheimnisse der verhüllten Frau“

„Die Geheimnisse der verhüllten Frau“ oder „Meine Gedanken zu Schönheit im Winter“ (Werbung / Advertising / Produktnennung / Productnames) 16. Januar 2019 Instagram Nachricht: „Hallo Alex, ich weiß es ist ziemlich spontan, aber ich bin am Wochenende überraschend in Berlin. Hast Du Zeit für unser schon lange geplantes Shooting?“ „Ich habe Zeit, wollen wir telefonieren?“ „Okay, ich rufe fix an!“ Pris und ich hatten vor einigen Wochen Kontakt über die sozialen Medien. Eine meiner Serien mit dem Titel „The Samurai Wife“ hatte ihre Aufmerksamkeit erregt. Pris mochte die starken Kontraste und den schon fast mystischen Ausdruck der Bilder. Ich folgte Pris ebenfalls längere Zeit auf ihrem Instagram Account und mochte ihre besonders eleganten „Dark Fashion Bilder“. DREI TAGE SPÄTER (Mein Atelier) An meinem runden Holztisch besprechen wir unsere Ideen und Inspirationsquellen. Unter anderem japanische Filme und eine bestimmte Art von japanischem Design und japanischer Attitüde gemixt mit europäischen und amerikanischen Einflüssen. Pris zeigt mir lange sehr weite Hosen und eine Kimonojacke. Ich komplementiere das mit einem transparenten langen Mantel. So entsteht ein spannendes elegantes japanisch …

„Die Faszination des imperfekten Fotos“

„Die Faszination des imperfekten Fotos“ oder „Sich treiben lassen und vieles ausprobieren! (Werbung wegen Magazin -Nennung – unbezahlt) In der Regel streben wir Fotografen nach perfekten Fotografien. Gerade in den heutigen Tagen werden wir mit technisch guten oder perfekten Bildern überschwemmt. Die meisten Fotos werden mittlerweile mit Smartphones und Tablets gemacht. Deren künstliche Intelligenz „verbessert“ die Fotografien nach den Vorgaben des jeweiligen Nutzers. Und da die meisten Nutzer sich an den Anderen orientieren, entsteht ein Einheitslook.  Abertausende von fotografischen Wiederholungen prasseln so auf uns ein. Dabei unterschätzen wir oft die Schönheit und die Möglichkeiten des unvollkommenen oder fehlerhaften Bildes. Egal ob ich digital, analog bzw. mit einer Sofortbildkamera fotografiere, schaue ich mir jede Datei auf dem Rechner an, scanne die Sofortbilder, die „fehlerhaften Negative“ und betrachte sie dann auf dem Rechner. Nicht jedes Bild ist wirklich spannend oder interessant. Aber ich lasse Über- oder Unterbelichtungen, Lichteinfälle oder die unbeabsichtigten Doppelbelichtungen erstmal in Ruhe auf mich wirken. Vor allem lösche ich keines, denn vielleicht habe ich später eine Idee für ein „Mashup“ mit anderen Bildern. Wenn …