Autor: lilalöwin

„Silence, Darkness, Darkside, Deliverance – fotografische Themen“

Am Mittwoch, dem 10. Juli 2019 (ab 1930 Uhr) werde ich von Jens Pepper während seines spannenden Foto Chats interviewt. Das Thema wird voraussichtlich mein Sprung in die „berufliche Fotografie“ sein. Da ich mich grundsätzlich sehr intensiv vorbereite, mache ich mir auch Gedanken über die grundlegenden Ideen in meinen Projekten, um dazu etwas sagen zu können. Oft verwende ich die Titel gebenden Wörter wie „Silence, Darkness, Darkside, Deliverance“.Und diese in einem eher „schweren thematischen Kontext“ stehen. Auch die Musik, die ich während meiner Arbeit höre, könnte damit zusammenhängen. Vielleicht liegt es daran, dass ich neben der Fotografie schreibe und dazu eine Vielzahl von Kursen gemacht habe. Was macht eine Geschichte oder ein Foto denn wirklich interessant? Oder wann berührt es seinen Betrachter emotional? Ohne Frage funktionieren Fotos in der „Menschen Fotografie“ am besten, wenn es um nackte Tatsachen geht; zumindest, wenn man sich in den sozialen Medien umsieht. Die „angebliche schwarz /weiß Natürlichkeit ohne Photoshop“ ist seit Peter Lindberghs Pirelli Kalender 2017 auch groß in Mode und wurde durch unzählige Interviews und Nachahmer für Jahre …

Fotografie und Kunst in Berlin – Umgang mit dem Mangel

In der aktuellen Ausgabe des „brennpunkt“ beginnt meine dreiteilige Recherche und Interview Reihe über den Umgang mit dem Raummangel in der Fotografie und Kunst in Berlin. Im ersten Teil lege ich mit meinen Interviewpartnern ein großes Augenmerk auf die Unterstützung durch den Berliner Senat. Gibt es überhaupt eine und wenn ja; in welcher Form gibt es sie. Meine GesprächspartnerInnen vermittelte mir der berufsverbandes bildender künstler*innen berlin Ich sprach mit Kirsten Wechslberger, Boris Jöns und Alexander Callsen von der Aktionsgruppe Bildender KünstlerInnen. Bitte den Link zum Artikel und Download anklicken. Er führt Sie auf den Server der Edition Bührer. http://www.edition-dibue.de/content/wp-content/uploads/2019/06/brennpunkt-3-2019.pdf Mit den besten Grüßen Alexander Platz  

Knochen auf Knochen

heißt es, wenn die Fingerknöchel durch den Handschuh auf das Kinn treffen und der Gegner zu Boden geht. Boxen ist ein harter Sport voller Konzentration, Disziplin, Kraft und Ausdauer.   Ich habe das Glück Ferdinand Pilz auf dem Weg zu seinem neusten Kampf fotografisch begleiten zu können. Aber es geht uns nicht nur um den aktuellen Kampf. Vielmehr werden wir im September ein Buch vorstellen, dass Ferdis Entwicklung über fünf Jahre zeigen wird. Ferdinand Pilz ist nicht nur Kämpfer und Trainer; er ist Gründer und Eigentümer des Athletic Nation Gym in Berlin Schöneweide. In seinem Gym trainieren Frauen und Männer aus aller Welt. Ihr dürft gespannt sein. Viele Grüße Alexander Platz

„Treiben lassen“

Ich liebe diese fotografische Zeit. Es war noch nie so einfach, sich losgelöst von technischen Voraussetzungen in dieser Tiefe mit seinen Fotos zu beschäftigen. Die digitale Welt erlaubt es uns, auszuprobieren, ohne schwerwiegende Fehler zu machen und die Bilder zu zerstören. Ich glaube auch, dass die „Goldenen Zeiten“, in denen Fotografen Geld mit dem Verkauf ihrer „Workflows“ verdienen ihrem Ende entgegen gehen. Dies ist zuletzt auch den immer besser werdenden Mobiltelefonen und Tablets geschuldet. Die Teilnehmer meiner Kurse fragen mich häufig nach meinen Arbeitsabläufen oder Rezepten. Meine Antwort enttäuscht viele, denn sie sind weitestgehend einfach. Gerade in meinen freien Projekten lasse ich mich treiben und habe keinen festen Plan. Ich höre Musik und folge meinen Emotionen. Lasse einfach laufen. Ich mag Mysterien; vielleicht höre ich deshalb oft Deephouse während ich retuschiere und das beeinflusst meine Arbeiten. Was ich den Teilnehmern meiner Kurse ans Herz lege? Die Details intensiver wahrnehmen. Mehr Emotionalität in unsere Arbeiten geben. Nicht immer müssen nackte Brüste oder erigierte Brustwarzen auf Bildern von Frauen zu sehen sein. Als Fotograf und Künstler mag ich …

Ausstellungskatalog Becoming erhältlich

In „Becoming“ (Werbung für eigene Publikation) – Fotografien von Alexander Platz aus den Jahren 2009 bis 2019 – ISBN: 9783748543138 Preis: 15,99 Euro https://www.epubli.de/shop/buch/%E2%80%9EBecoming%E2%80%9C-Fotografien–von-Alexander-Platz-aus-den-Jahren-2009-bis-2019-Alexander-Platz-9783748543138/86731 zeige ich einen Überblick meiner Arbeiten aus dieser für mich sehr wichtigen Phase. Die Bilder stammen aus der gleichnamigen Ausstellung.  Sie finden eine interessante Mischung aus Surrealismus, „Zerrissenem“ sowie meinen Ideen zu japanischer Ästhetik. Der Begleittext erläutert meine Motivation, lässt aber genug gedanklichen Spielraum für Ihre eigenen Interpretationen. „Becoming“ war meine wichtigste Ausstellung und dieser Katalog ist auch gleichzeitig mein erstes Fotobuch. Mit meiner ersten Publikation habe ich mir lange Zeit gelassen, denn ich wollte darin „mein Werden“ in der Fotografie und Kunst sowie eine große Bandbreite meiner Arbeiten zeigen. Ich hoffe, dass ich Sie auf eine interessante Reise durch meine Bilderwelten mitnehmen kann. Ihr Alexander Platz

„My Japanese Paper – eine Kurzgeschichte über die Dynamik einer Ausstellungsvorbereitung“

(unbezahlte Werbung wegen Firmen- und Produktnennung) Vor einer Woche war ich bei den Fotopionieren in der Karl-Marx-Allee zu Besuch, um einen Druck für „Becoming“ abzuholen. Da der Geschäftsführer Andreas noch telefonierte, schaute ich mich wie immer neugierig im Laden um und stieß auf einen Musterkatalog des japanischen Papierherstellers Awagami Factory! Beeindruckendes Fine Art Papier. Und während ich den Katalog durchblätterte, stieß ich auf Papiersorten, die mich begeisterten. Nahezu transparent, und in einer wunderschönen Pergamentanmutung. Vor meinen Augen tauchten Bilder von Katsushika Hokusai auf und ich erinnerte mich an die Wimpel, an den Speeren japanischer Krieger aus Akira Kurosawa Filmen. Ich dachte an meine „Japanese Faction“ Bilder und sah einige von ihnen großformatig ausgedruckt auf diesem Papier von der Decke des Fabriktheaters hängen. Und da war sie wieder, diese Begeisterung und der Enthusiasmus, der mich immer packt, wenn ich eine solche Idee habe. So überlegten Andreas und ich gemeinsam wie wir es schaffen können, trotz der bereits fertigen Bilder und den damit verbundenen Kosten, Drucke auf diesem edlen Papier nachzuschieben. Denn eines war klar. Dieses Papier …

Tagebucheintrag zu meiner Ausstellung „Becoming“

  „NOCH FÜNF WOCHEN – EINE ZWISCHENBETRACHTUNG ZU MEINER AUSSTELLUNG BECOMING“ (Dieser Beitrag zählt als Werbung durch die unbezahlte Nennung von Firmen und Marken) 18. April 2019, Gründonnerstag, gegen 08:00 Uhr Alle in meinem Umfeld bereiten ihre Reisen zu Ostern oder ihre Ausflüge vor. Das wird bei mir ausfallen, zu tief stecke ich in den Vorbereitungen für die Ausstellung. Mittendrin im künstlerischen Prozess. Die drei Themenbereiche der Ausstellung stehen ja fest, aber ich bin immer noch dabei die Inhalte zu entwickeln und / oder zu ändern. „RIPPINGS“ Heute Nacht habe ich zwei weitere Platten fertiggestellt. Das Thema der „Rippings“ ist die narzisstische und traumatische Suche nach Schönheit, der Versuch wirkliche Emotionen und Leidenschaft zu spüren. Und doch gleichzeitig der Erkenntnis, dies nie für immer zu besitzen. Denn das ist unmöglich für einen Narziss, da er aus seiner inneren Dunkelheit heraus, alles „ZU SEHR“ zu „MANISCH“ will. Die Kunst ist voll von solchen Geschichten, die einerseits Klischee, aber andererseits auch Realität sind und sich oft zwischen Künstlern und ihren Musen abgespielt haben. Bei diesem Thema gefällt …

„My Japanese Faction“

„My Japanese Faction“ In meiner Ausstellung „Becoming“ am 26.05.2019 zeige ich auch meine Interpretationen „japanischer Fotografie und Kunst“. (100 x 60 cm auf Dibond Platte in der Ausstellung „Becoming“) Meine Begeisterung für japanische Bilder und Kultur begann schon in den siebziger Jahren. Immer wenn „Die Sieben Samurai“ oder andere Filme von Akira Kurosawa im Fernsehen liefen, saß ich wie gebannt davor. (Aus meinem Projekt; nicht Teil der Ausstellung) Mitte der Achtziger kam dann „Shogun“ mit Richard Chamberlain in das Fernsehen und begeisterte mich endgültig, obwohl diese Serie aus heutiger Sicht sehr amerikanisch / europäisch stereotyp ist. Ich las „Musashi“ und „Taiko“ von Yoshikawa Eiji, „Das Buch der fünf Ringe“ und das „Hagakure“ Betrachtete die Gemälde von Katsushika Hokusai und Bücher über Shunga Zeichnungen. Verschlang japanische Videos aller Art. Liebte die Filme von Takeshi Kitano. Verschlang Filme wie „Black Rain“ oder „Die Wiege der Sonne“. (Eine Arbeit aus meinem Projekt; nicht Teil der Ausstellung) Bin beeindruckt von Taiko Trommeln. Hatte japanische Freundinnen, die in Berlin leben. Die Idee der Meji Periode 1868 bis 1912 der Erneuerung …

„Künstliche Intelligenz 2019 – Fotograf überflüssig?“ Essay im brennpunkt

Künstliche Intelligenz ist ein Thema, das in alle Lebensbereiche eindringt. So auch in die Fotografie. Dietmar Bührer, der Herausgeber des Berliner Galeriemagazins „brennpunkt“ gab mir die Gelegenheit, ein Essay darüber zu schreiben. http://www.edition-dibue.de/content/ Im Nachgang zu den Scans finden Sie einen Kommentar einer Berliner Fotografin dazu. Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers. Kommentar der Berliner Fotografin Diana Woito (alle erforderlichen Datenschutzerlaubnisse erteilt.) „So, ich habe mir jetzt den Artikel noch einmal durchgelesen und mich damit etwas intensiver befasst. Allein schon die Überschrift ist ziemlich provokant, aber genau das ist der Punkt, da macht der Artikel neugierig. Schon der Satz, dass du dieses Handy gekauft hast weil es eine leistungsstarke Kamera mit dabei hat, hat mich doch schon sehr verwundert und eine leicht aggressive Haltung ist in mir hochgestiegen. Und zwar aus dem Grund, weil ich mich ganz ehrlich frage wie kann ein Fotograf, der noch aus der analogen Zeit kommt, der in meinen Augen die Fotografie sehr gut beherrscht, sich mit einer Handykamera befassen und somit in meinen Augen das eigene Todesurteil quasi unterschreiben. Aber …

„Becoming“ Ausstellung / Exibition

 „Becoming“ Ausstellung 26. Mai 2019 12:00 bis 20:00 Uhr Fabriktheater Moabit Lehrter Straße 35 10557 Berlin „Wir sind uns nah, auch in der Distanz…… Nach intensivem Austausch bleibt uns das Gefühl bei einem Blick in unsere Augen“ Mit diesem Zitat von mir, begann Anke Barnard 2010 ihre Semesterarbeit über meine Arbeiten. Heute, knapp zehn Jahre später, lese ich sie erneut. Ankes Arbeit dient mir als Leitfaden für die Erarbeitung meiner Ausstellung. Vielem würde ich heute noch zustimmen, aber einiges hat sich im Laufe der Jahre verändert. In den letzten Monaten habe ich einige Ausstellungskonzepte für Mai erarbeitet und wieder verworfen, da ich sie nicht erfüllend fand. Aber im Februar fand ich in meinen Unterlagen die Semesterarbeit und war elektrisiert. Sie erinnerte mich an die verschiedenen Phasen der vergangenen Jahre und so holte ich meine Bilder aus der Ausstellung  „Verdrehte Realität“ von 2009 aus dem Archiv. Es sind abstrakte raue Bilder, die sich mit Begierden auseinandersetzen.  Diese Rauheit wird noch durch die Größe von 110 cm x 85 cm verstärkt. Sie steht im krassen Gegensatz zu …

„Was braucht man für eine gute Fashion Editorial Strecke?“

„Was braucht man für eine gute Fashion Editorial Strecke?“ oder „Tage am Meer“ April 2017 Christina und ich erreichen mit einem Auto voller Outfits Scharbeutz an der Ostsee. Wir steigen aus, räumen alles in unsere Ferienwohnung und gehen mit den ersten Looks an den Strand. Warum sind wir dorthin gefahren? Ich war dabei, mich in die Modefotografie einzuarbeiten. Eine der Hauptfragen ist, was ein gutes Fashion Foto ausmacht. Es ist nicht nur die Kleidung, das Outfit oder die nachträgliche Retusche am Computer. Ein gutes Modefoto hat ein spannendes Outfit, Attitüde, Ausdruck, grafisches Design durch Linien und erzählt eine Geschichte. Aber auch das Model spielt eine große Rolle. Grundsätzlich je größer, desto besser, lange Beine und Arme in einem ausgewogenen proportionalen Verhältnis. Aber warum? Dadurch entstehen eben auch die Linien im Bild, die man braucht, um neben dem Ausdruck ein spannendes grafisches Design zu erschaffen. Nebenbei bemerkt: „Das ist das sogenannte Posen, durch Bewegung Möglichkeiten für Linien zu erschaffen, um die Kleidung zu präsentieren oder eben eine Geschichte zu erzählen.“ Grundsätze haben aber auch Ausnahmen. Es gibt …

Zerstörte Träume-Das Hochzeitskleid

„Zerstörte Träume“ Das Hochzeitskleid… ist eines der Kleidungsstücke, das vermutlich mit den meisten emotionalen Erwartungen und Idealvorstellungen verbunden ist. „Der Traum, der Prinzessin für einen Tag!“ Ich kann mit diesem Thema wenig anfangen. Für mich ist es viel spannender, dieses Klischee zu brechen und mit solchen Kleidern eher etwas in Richtung „Dark Fashion“ zu machen. Das Hochzeitskleid aus seinem eigentlichen Kontext reißen. Die Idee dazu kam mir vor Jahren in einem Second-Hand Shop am Mehringdamm in Berlin. In einer Ecke  – völlig verstaubt  – auf einer fünfzig Jahre alten Schaufensterpuppe fand ich das erste Kleid für meinen Studio Fundus. Das ehemals achthundert Euro teure Kleid erstand ich für dreißig Euro und fotografierte damit einige Strecken. Danach ließ ich das Thema wieder einige Jahre liegen, bis ich in meinem jetzigen Lieblings Shop auf das aktuelle Kleid stieß. Schnell war es gekauft, im Studio in die Waschmaschine gesteckt und zwei neue Ideen geboren. Eine davon konnte ich jetzt mit einer guten Freundin aus der Ukraine umsetzen. Ich mag diese Kombi zwischen dem Kleid, dem Leder und dem …

„Die Geheimnisse der verhüllten Frau“

„Die Geheimnisse der verhüllten Frau“ oder „Meine Gedanken zu Schönheit im Winter“ (Werbung / Advertising / Produktnennung / Productnames) 16. Januar 2019 Instagram Nachricht: „Hallo Alex, ich weiß es ist ziemlich spontan, aber ich bin am Wochenende überraschend in Berlin. Hast Du Zeit für unser schon lange geplantes Shooting?“ „Ich habe Zeit, wollen wir telefonieren?“ „Okay, ich rufe fix an!“ Pris und ich hatten vor einigen Wochen Kontakt über die sozialen Medien. Eine meiner Serien mit dem Titel „The Samurai Wife“ hatte ihre Aufmerksamkeit erregt. Pris mochte die starken Kontraste und den schon fast mystischen Ausdruck der Bilder. Ich folgte Pris ebenfalls längere Zeit auf ihrem Instagram Account und mochte ihre besonders eleganten „Dark Fashion Bilder“. DREI TAGE SPÄTER (Mein Atelier) An meinem runden Holztisch besprechen wir unsere Ideen und Inspirationsquellen. Unter anderem japanische Filme und eine bestimmte Art von japanischem Design und japanischer Attitüde gemixt mit europäischen und amerikanischen Einflüssen. Pris zeigt mir lange sehr weite Hosen und eine Kimonojacke. Ich komplementiere das mit einem transparenten langen Mantel. So entsteht ein spannendes elegantes japanisch …

„Die Faszination des imperfekten Fotos“

„Die Faszination des imperfekten Fotos“ oder „Sich treiben lassen und vieles ausprobieren! (Werbung wegen Magazin -Nennung – unbezahlt) In der Regel streben wir Fotografen nach perfekten Fotografien. Gerade in den heutigen Tagen werden wir mit technisch guten oder perfekten Bildern überschwemmt. Die meisten Fotos werden mittlerweile mit Smartphones und Tablets gemacht. Deren künstliche Intelligenz „verbessert“ die Fotografien nach den Vorgaben des jeweiligen Nutzers. Und da die meisten Nutzer sich an den Anderen orientieren, entsteht ein Einheitslook.  Abertausende von fotografischen Wiederholungen prasseln so auf uns ein. Dabei unterschätzen wir oft die Schönheit und die Möglichkeiten des unvollkommenen oder fehlerhaften Bildes. Egal ob ich digital, analog bzw. mit einer Sofortbildkamera fotografiere, schaue ich mir jede Datei auf dem Rechner an, scanne die Sofortbilder, die „fehlerhaften Negative“ und betrachte sie dann auf dem Rechner. Nicht jedes Bild ist wirklich spannend oder interessant. Aber ich lasse Über- oder Unterbelichtungen, Lichteinfälle oder die unbeabsichtigten Doppelbelichtungen erstmal in Ruhe auf mich wirken. Vor allem lösche ich keines, denn vielleicht habe ich später eine Idee für ein „Mashup“ mit anderen Bildern. Wenn …

Ausstellungsbericht „One Day in Berlin – Meet your Friends“ vom 18. November 2018

Ausstellungsbericht „One Day in Berlin – Meet your Friends“ vom 18. November 2018 Berlin ist mittlerweile wieder ein Knotenpunkt an dem alles miteinander verschmilzt. Menschen aus allen Gegenden und Ländern strömen in Berlin zusammen. Ein solcher Mix war das Ausstellungsteam von „One Day in Berlin – Meet your Friends“ Nico Obst der Ostberliner Tattoo Artist, Lance – Stylist mit indischen-südafrikanischen-deutschen Wurzeln und seit zwanzig Jahren in Berlin, Dinah die Yoga Lehrerin aus Friedrichshain, Dinahs Teampartnerin Kristin, die Neoberlinerin, vertrat den Part Ernährungsberatung und mir Alexander, dem gebürtigen West Berliner und Fotografen. Vor knapp sechs Monaten haben wir unsere Idee für die Ausstellung entwickelt und sie umgesetzt. Ziel war es, unseren Besuchern die „Berliner In-Themen“ Second-Hand-Fashion, Tattoo Art und Nachhaltigkeit“ näher zu bringen. Nico und ich wollten den „tätowierten Menschen“ ganz ohne Schnörkel zeigen. Frauen und Männer, die das erste Mal vor einer professionellen Kamera standen.   Mit meinem Fashion Projekt Partner Lance Hans, der in unserem Projekt erstmalig selbst fotografiert hat und mit einem großformatigen Bild vertreten war, wollte ich meine Idee von Second Hand …

„Muse abused?!“ Essay von Das Fräulein Fuchs und Alexander Platz

„Muse abused?!“ Essay von Das Fräulein Fuchs und Alexander Platz (Werbung wegen Namensnennung)   Ein Essay von Alexander Platz und „Das Fräulein Fuchs“ (Im weiteren Verlauf Fuchs genannt)„Musen“ sind für Künstler und deren Publikum seit jeher Inspirationsquelle und Mythos zugleich. Aber sind sie nur Objekte oder eigenständige Künstlerinnen? Haben sie ein Mitspracherecht am Schaffensprozess, ein Urheberrecht oder Rechte an der Verwertung? Einleitung Vor kurzem las ich in der New York Times ein Interview von KaoRi, einer japanischen Künstlerin und Tänzerin, über ihre sechzehnjährige Zusammenarbeit mit Nobuyoshi Araki. Sie lernten sich 2001 auf einer Party kennen und begannen mit ihrer Zusammenarbeit. Am Anfang hatten sie eine einvernehmliche sexuelle Beziehung. Araki baute sie öffentlich in den folgenden Jahren als „Seine Muse“ auf, veröffentlichte und verdiente mit ihren Fotos viel Geld. KaoRi bemängelte an ihrer gemeinsamen Zusammenarbeit, dass sie kein Mitspracherecht bei den Veröffentlichungen und keinerlei finanzielle Beteiligung am Verkaufserlös hatte. Araki, so KaoRi sinngemäß, habe auf Nachfrage lediglich erwidert, sie könne doch froh sein, dass er ihr Aufmerksamkeit widmet und sie fotografiert. Ihr Fazit in dem Interview, sie …

Coachings „Keep it simple“

Coachings „Keep it simple“ Sie beherrschen Ihre Kamera, wissen aber in der Menschenfotografie nicht richtig weiter?Irgendwie stecken Sie in einem kreativen Loch? Eine eigene Bildersprache finden, aber keine Idee wie das gehen könnte? Was ist das „Unerwartete Bild“ oder wie finden Sie spannende neue Winkel?

„Die persönlichen Momente – Was fasziniert mich am meisten an meiner Arbeit?“

„Die menschlichen Momente“ – „Oder was fasziniert mich am meisten an meiner Arbeit?“   Mich fasziniert der Wechsel zwischen den professionellen Stunden, in denen wir ein Ziel erreichen wollen und den menschlichen Momenten dazwischen. Der Wechsel in der Arbeit an einem „kühlen grafischen Design“ und dem Mensch dahinter. Auch wenn ich mich in den Bereich der Fashion Fotografie einarbeite, in dem es um Produktionen, Kalkulationen und Shootingzeiten geht, ist Fotografie für mich immer noch eine Frage der Emotionen und des Ausdrucks. Gerne arbeite ich mit Modellen zusammen, die für einige Tage zu Gast in meinem Studio sind. Man trinkt Kaffee zusammen, geht gemeinsam essen, arbeitet an dem gesteckten Ziel, lacht zusammen. Und manchmal ist man zusammen traurig, wenn Geschichten erzählt werden, die das Leben schreibt. Denn dann wird aus dem bloßen Model ein „Mensch, den Du kennst.“   Ich mag es mit Menschen zu arbeiten, die mich durch ihr Talent, ihre Begeisterung und Hingabe für Fotografie und Kunst begeistern.   Auch wenn ich in der professionellen Fotografie ein Neuling bin,die ganzen Veränderungen in meiner Arbeitsweise …