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„My Japanese Faction“

„My Japanese Faction“

In meiner Ausstellung „Becoming“ am 26.05.2019 zeige ich auch meine Interpretationen „japanischer Fotografie und Kunst“.

(100 x 60 cm auf Dibond Platte in der Ausstellung „Becoming“)

Meine Begeisterung für japanische Bilder und Kultur begann schon in den siebziger Jahren.

Immer wenn „Die Sieben Samurai“ oder andere Filme von Akira Kurosawa im Fernsehen liefen, saß ich wie gebannt davor.


(Aus meinem Projekt; nicht Teil der Ausstellung)

Mitte der Achtziger kam dann „Shogun“ mit Richard Chamberlain in das Fernsehen und begeisterte mich endgültig, obwohl diese Serie aus heutiger Sicht sehr amerikanisch / europäisch stereotyp ist.

Ich las „Musashi“ und „Taiko“ von Yoshikawa Eiji, „Das Buch der fünf Ringe“ und das „Hagakure“

Betrachtete die Gemälde von Katsushika Hokusai und Bücher über Shunga Zeichnungen.

Verschlang japanische Videos aller Art.

Liebte die Filme von Takeshi Kitano.

Verschlang Filme wie „Black Rain“ oder „Die Wiege der Sonne“.


(Eine Arbeit aus meinem Projekt; nicht Teil der Ausstellung)

Bin beeindruckt von Taiko Trommeln.

Hatte japanische Freundinnen, die in Berlin leben.

Die Idee der Meji Periode 1868 bis 1912 der Erneuerung fasziniert mich bis heute in meiner künstlerischen Arbeit.

Die Überlegung, fremde Dinge, Themen und Ideen anzunehmen; etwas Eigenes daraus zu machen, ist für mich der Antrieb in vielen Themen, denn nur so entwickeln wir uns und die Welt weiter.


(Eine meiner Arbeiten zu diesem Thema – nicht Teil der Ausstellung „Becoming“)

Fazit:
Auch wenn ich nie dort gewesen bin, fasziniert mich die Idee dieses Landes und ich mag es, mir „mein Japan“ vorzustellen und andere mit meinen Arbeiten auf diese Kultur neugierig zu machen.

Spiegeln meine Bilder eine Realität wieder? Sicher nicht, sie sind Ideen aufgrund von Fakten und Fiktionen; also meine „Japanese Faction“.

Sind meine Darstellungen stereotyp?

Vielleicht ja, aber sie zeigen Emotionen und eine spezielle Ästhetik, die neugierig machen kann.

Alexander Platz