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„Fairytale Dreams“

Ausstellung
13. November 2021 bis 31.12.2021
Louis@Nicéphore Fotopioniere Karl-Marx-Allee 87,
10243 Berlin
Montag bis Samstag:
11:00 bis 18:00 Uhr
(Sonntag Ruhetag)

(Alle Texte und Bilder unterliegen dem Urheberrecht. Jede unerlaubte Verwendung und Vervielfältigung ist verboten. English below.)

Die Upcycling Fashion Fotografie ist meine Traumfabrik.

In dieser Traumfabrik erschaffe ich auf der Grundlage meiner Ideen „KÜNSTLERISCHE TRAUMWELTEN“ mit Einflüssen aus dem
Surrealismus, Fashion und vielen anderen Quellen.

Am Anfang steht das Kleid. Bei den Kleidungsstücken handelt es sich um gebrauchte Kleider oder Geschäftsauflösungen.

Aus ihm erwächst eine emotionale Geschichte.

Ich überarbeite die Kleider, färbe sie, füge etwas hinzu oder zerreiße sie.

Im Anschluss entstehen das Set und die Ingredienzien kommen hinzu.

Ich stelle dem Model die Geschichte vor.

Zuweilen interpretieren verschiedene Modelle dasselbe Kleid. So entstehen unterschiedliche Ausdrucksformen, was ich immer
wieder inspirierend finde.

Wir vermischen unsere Geschichten, Emotionen und Ideen. Wir stellen eine Verschmelzung des Kleides mit der Persönlichkeit her
und erschaffen die Partitur für das künstlerische Werk (*1).

Während des Fotografierens folgen wir unserer gemeinsamen Partitur. Es ist eine Art emotionaler Tanz. Wir fordern uns und
„treiben in der Interpretation der Melodie“. So tritt unser eignes Charisma hervor. Die Darstellung und der Ausdruck überwiegt
das Kleid als Objekt und Thema.

In der anschließenden Retusche der Bilder bleibe ich in unserer Stimmung und folge der gemeinsamen „inneren Musik“.
Die Melodie steigert sich zu einem Höhepunkt. Ich verstärke Schatten, Kontraste, Farben oder mildere sie ab. Die Postproduktion
ist die Veredelung und Materialisierung meiner Geschichte.

Die Resultate sind meine „Kunstwerke“. Meine emotionale Sicht der Welt. Sie berühren mich und stehen für meine Träume.
Das wünsche ich mir auch für mein Publikum. Träume, in denen wir einzeln oder gemeinsam der realen Welt entfliehen können.
In solchen Traumwelten schwelgen wir in unseren eigenen Geschichten, Emotionen; unserer Vorstellung von Glück und Leben.

Das Hauptziel der Fotografie ist es, Welten zu erschaffen, die das Publikum berühren (*2). Ich -als Bildender Künstler – erwarte
aber nicht die vollständige Übernahme und das Verständnis meiner Vision durch die BetrachterInnen.

Sollten meine Arbeiten ihre eignen Interpretationen und Träume hervorrufen und sie darüber in die äußere Kommunikation und
den inneren Diskurs gehen, habe ich mein Ziel „Nachdenken, Erzählen und Austausch durch mein künstlerisches Schaffen“ erreicht.

Quellen:

(*1) Paolo Roversi über Partitur in verschiedenen Interviews und Dokumentationen

(*2) Tim Walker über das Ziel der Fotografie in verschiedenen Publikationen und Interviews.

Alexander Platz