Alle Artikel mit dem Schlagwort: Portrait

Zwei Collagen

(Alle Texte und Bilder unterliegen dem Urheberrecht. Jede unerlaubte Verwendung und Vervielfältigung ist verboten. English below.) „Zwei Collagen“ Beschäftigt sich mit dem Zusammenfinden und Auseinanderdriften zwischenmenschlicher Beziehungen im künstlerischen und alltäglichen Leben. 2008 hatte ich eine Begegnung, die sich jeder Rationalität entzog. Wir trafen aufeinander und von Anfang an, passierte etwas – auch wenn es pathetisch klingt – „magisches“. In der Kommunikation und während des Fotografierens mussten wir uns nicht „pushen“. Alles war zutiefst emotional und tief. Wir drückten uns beide auf unsere Weise aus. Leidenschaft – für das was wir taten und lebten – in ihrer ursprünglichen authentischen Form. Nichts war gespielt oder inszeniert. So entstanden im Lauf eines Jahres tausende von Fotos. Teils dokumentarisch, erotisch und auch Portraits. Dieser Bewusstseinszustand konnte naturgemäß nicht ewig anhalten; so begannen wir dann von einander weg zu treiben, bis wir uns „nicht mehr sahen“. Weder in der Kunst noch im Leben. Ich brauchte Abstand und zerriss viele Abzüge; packte die „Fetzen“ mit all den anderen Fotos und Polaroids in eine Kiste und verstaute sie in meinem Archiv. …

„Treiben lassen“

Ich liebe diese fotografische Zeit. Es war noch nie so einfach, sich losgelöst von technischen Voraussetzungen in dieser Tiefe mit seinen Fotos zu beschäftigen. Die digitale Welt erlaubt es uns, auszuprobieren, ohne schwerwiegende Fehler zu machen und die Bilder zu zerstören. Ich glaube auch, dass die „Goldenen Zeiten“, in denen Fotografen Geld mit dem Verkauf ihrer „Workflows“ verdienen ihrem Ende entgegen gehen. Dies ist zuletzt auch den immer besser werdenden Mobiltelefonen und Tablets geschuldet. Die Teilnehmer meiner Kurse fragen mich häufig nach meinen Arbeitsabläufen oder Rezepten. Meine Antwort enttäuscht viele, denn sie sind weitestgehend einfach. Gerade in meinen freien Projekten lasse ich mich treiben und habe keinen festen Plan. Ich höre Musik und folge meinen Emotionen. Lasse einfach laufen. Ich mag Mysterien; vielleicht höre ich deshalb oft Deephouse während ich retuschiere und das beeinflusst meine Arbeiten. Was ich den Teilnehmern meiner Kurse ans Herz lege? Die Details intensiver wahrnehmen. Mehr Emotionalität in unsere Arbeiten geben. Nicht immer müssen nackte Brüste oder erigierte Brustwarzen auf Bildern von Frauen zu sehen sein. Als Fotograf und Künstler mag ich …

„Was braucht man für eine gute Fashion Editorial Strecke?“

„Was braucht man für eine gute Fashion Editorial Strecke?“ oder „Tage am Meer“ April 2017 Christina und ich erreichen mit einem Auto voller Outfits Scharbeutz an der Ostsee. Wir steigen aus, räumen alles in unsere Ferienwohnung und gehen mit den ersten Looks an den Strand. Warum sind wir dorthin gefahren? Ich war dabei, mich in die Modefotografie einzuarbeiten. Eine der Hauptfragen ist, was ein gutes Fashion Foto ausmacht. Es ist nicht nur die Kleidung, das Outfit oder die nachträgliche Retusche am Computer. Ein gutes Modefoto hat ein spannendes Outfit, Attitüde, Ausdruck, grafisches Design durch Linien und erzählt eine Geschichte. Aber auch das Model spielt eine große Rolle. Grundsätzlich je größer, desto besser, lange Beine und Arme in einem ausgewogenen proportionalen Verhältnis. Aber warum? Dadurch entstehen eben auch die Linien im Bild, die man braucht, um neben dem Ausdruck ein spannendes grafisches Design zu erschaffen. Nebenbei bemerkt: „Das ist das sogenannte Posen, durch Bewegung Möglichkeiten für Linien zu erschaffen, um die Kleidung zu präsentieren oder eben eine Geschichte zu erzählen.“ Grundsätze haben aber auch Ausnahmen. Es gibt …